Das Ende der Marionetten

Wie furchtbar ist es, festzustellen, dass man „fremdgesteuert“ ist und sich nicht dagegen wehren kann. Im Tierreich gibt es viele Beispiele von Lebewesen, die Opfer eines Parasiten werden und als deren Marionette nicht mehr über ihr eigenes Schicksal bestimmen können.

Das Ende der Marionetten

Inhaltsübersicht

Denn nicht das Gute, das ich will, übe ich aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.
(Römer 7,19-20)

Fremdgesteuert

Ein beeindruckendes Schauspiel liefert das Brutverhalten der wunderschön gefärbten Juwelwespe, die ihrem Nachwuchs in mütterlicher Fürsorge ein riesiges Proviantpaket mit auf den Weg gibt. Zu diesem Zweck überfällt sie eine Amerikanische Grossschabe, die doppelt so gross und mehr als viermal so schwer ist wie sie selbst. Sie könnte diese Beute niemals alleine wegtransportieren – was aber auch gar nicht nötig ist, denn sie macht sie sich auf raffinierte Weise zum willenlosen Sklaven:

Zunächst platziert sie einen Stich in einen Nervenknoten im Brustbereich, injiziert eine kleine Menge Gift und lähmt damit die Vorderbeine der Schabe für einige Minuten. Nun kann sie, da keine Gegenwehr mehr zu erwarten ist, in Ruhe den Kopf fixieren und mit chirurgischer Präzision den langen und flexiblen Stachel tief in einen bestimmten Bereich des Schabenhirns einführen, in dem unter anderem der Fluchtreflex angesiedelt ist. Was sie anschliessend dort einspritzt, ist ein komplexer Cocktail aus Neurotoxinen, der die Schabe völlig umprogrammiert. Als erstes verspürt sie den Drang, sich ausgiebig zu putzen, wobei sie eventuell anhaftende Pilzsporen oder bakterielle Verunreinigungen abstreift. Danach verliert sie ihren natürlichen Bewegungsdrang, also jede Motivation, selbsttätig irgendwohin zu laufen. Die Wespe kann sich jetzt einfach einen ihrer Fühler greifen und sie wie ein zahmes Pferd umherführen. Sie steuert eine vorbereitete Bruthöhle an, „parkt“ die Schabe dort und heftet ihr ein einzelnes Ei unter den Bauch. Schliesslich mauert sie den Eingang des Geleges zur Tarnung mit kleinen Steinen zu, während die Schabe wie angewurzelt auf ihrem „Parkplatz“ stehenbleibt.

Nach drei Tagen schlüpft eine kleine Wespenlarve aus dem Ei und macht sich daran, ihren „Proviant“ auszuschlachten. Dabei erstaunt ihr planmässiges Vorgehen: zuerst schlürft sie nur ein wenig Körperflüssigkeit, nach einigen Tagen bohrt sie sich in die Schabe hinein und frisst dort zunächst Muskulatur und Fettreserven. Erst ganz zuletzt fällt sie über die lebenswichtigen Organe her und führt damit den Tod ihres Wirtes herbei. Nach acht Tagen ist der Körper vollständig ausgehöhlt und die Larve umspinnt sich im Innern mit einem weichen Kokon, den sie einen Monat später als erwachsene Wespe verlässt – um irgendwann selbst zum „Schabenflüsterer“ zu werden.

Überwinder

Gut, dass die amerikanische Grossschabe, im Gegensatz zu uns, nicht über ihr trauriges Schicksal nachdenken kann. Es muss furchtbar sein, feststellen zu müssen, dass man „fremdgesteuert“ ist und sich dagegen nicht wehren kann. In dem vorangestellten Bibelvers beschreibt Paulus, der Schreiber des Römerbriefes, die Qual eines Menschen, der entdeckt, dass er von der in ihm wohnenden Sünde zu seinem eigenen Schaden getrieben wird. Zum Glück bleibt er nicht dabei stehen, sondern darf erleben:

Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes!
(Römer 8,2)

Jeder Mensch steht unter der Herrschaft der Sünde. Aber wenn du dich im Glauben an Jesus Christus wendest, kannst du sie überwinden! Du musst nicht länger eine Marionette der Sünde sein, sondern darfst im Herrn Jesus einen neuen Herrn finden, der dich liebt und gute Pläne mit dir hat! – Hast du schon überwunden?

Quellenangabe: vom Stein, A. (2018). Schöpfer:Hand:Werk (1. Auflage). Daniel-Verlag.

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