Das Kreuz – was bedeutet es dir?

Das Kreuz ist das Symbol des christlichen Glaubens. Es soll eine Darstellung der Verbindung vom Himmlischen mit dem Irdischen, von Gott mit den Menschen sein.

Das Kreuz – was bedeutet es dir?

Inhaltsübersicht

Es ist überall zu sehen an Pilgerstätten, auf Gräbern und Berggipfeln. Doch weisst du auch, dass das Kreuz eine Botschaft an dich ganz persönlich enthält?

Die Kreuzigung als Todesstrafe

Früher war die Kreuzigung eine beliebte Todesstrafe für Schwerverbrecher. Meistens fand eine Kreuzigung in der Öffentlichkeit als Schauspiel für den Pöbel statt. Der Verurteilte war somit zusätzlich dem Spott und Hohn der Zuschauenden ausgeliefert. Davor liess man ihn in der Regel auspeitschen, was einige nicht überlebten, da die mit Metall- oder Knochenteilchen bestückten Geisseln ihren Rücken so zerfetzten, dass sie verbluteten. Hatte er noch genug Kraft, musste er sein Kreuz selbst zur Hinrichtungsstätte tragen, wo schliesslich sein nackter Körper an Händen und Füssen am Kreuz festgenagelt wurde. Die grausamen Todesqualen, die dann anfingen und von Herumstehenden und Vorbeigehenden mitverfolgt werden konnten, sollten zur Abschreckung dienen. Der Gekreuzigte begann nun langsam zu ersticken. Um sich das Atmen zu erleichtern, musste er sich stets aufrichten. Dazu musste er sich an den angenagelten Händen hochziehen und auf die festgenagelten Füsse abstützen. Sein ganzes Körpergewicht hing somit an den durchbohrten Gliedern. Durch das Eigengewicht immer wieder nach unten gezogen konnte ein solcher Todeskampf Stunden bis Tage dauern. In der Menschheitsgeschichte ist insbesondere die Kreuzigung eines Menschen sehr bekannt. Nämlich die Kreuzigung von Jesus von Nazareth.

Jesus am Kreuz auf Golgatha

Die Kreuzigung Jesu war für die Menschen damals ein Schauspiel wie jedes andere auch (Lukas 23,48Und alle Volksmengen, die zu diesem Schauspiel zusammengekommen waren, schlugen sich, als sie sahen, was geschehen war, an die Brust und kehrten zurück.). Doch sie unterscheidet sich in einigen Punkten klar von einer gewöhnlichen Kreuzigung:

1. Jesus hing unschuldig am Kreuz

Bereits bei seiner Verurteilung wurden seine Unschuld und die Tatsache, dass an Ihm nichts Todeswürdiges gefunden werden konnte, mehrmals bestätigt. Er kam als verheissener Messias, auf den die Juden schon so lange warteten. Doch die sie wollten nicht, dass Er als König über sie herrsche, weil Er nicht ihren Erwartungen entsprach (Lukas 19,14Seine Bürger aber hassten ihn und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche.). Deshalb setzten sie den Statthalter Pilatus so unter Druck, dass er ihrer Forderung nachgab. «Sie aber schrien: Hinweg, hinweg! Kreuzige ihn! … Dann nun überlieferte er ihn an sie, damit er gekreuzigt würde.» (Johannes 19,15-16) Sogar einer der Mitgekreuzigten sagte über Jesus: «… dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan.» (Lukas 23,41)

2. Die drei Stunden der Finsternis

Auch darin ist die Kreuzigung Jesu einzigartig, denn von keiner anderen ist bekannt, dass mitten am Tag eine totale, dreistündige Finsternis über das ganze Land gekommen wäre, als nur bei dieser. Als der einzige Gerechte für die Sünden von uns Menschen, den Ungerechten, litt, um sie zu Gott zurückzuführen (1. Petrus 3,18Denn es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.), konnte und durfte kein Mensch zusehen! Am Ende dieser drei Stunden hören wir Jesus laut schreien: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?» (Matthäus 27,46) Wenn das Licht (Gott) weg ist, bleibt tiefe Dunkelheit zurück!

3. Jesus gab sein Leben selber hin

Es war Gottes Plan, dass Jesus sterben sollte. Wenn ich, anstatt in der Hölle, ewig im Himmel bei Ihm leben sollte, musste Er an meiner Stelle sterben. Denn für meine Sünden hätte ich die Hölle, den ewigen Tod, verdient. Dafür gebührt Ihm unsere Anbetung! – Doch Jesus bestimmte den Zeitpunkt seines Todes selbst und übergab sein Leben in eigener göttlicher Kraft mit lauter Stimme in die Hände seines Gottes und Vaters. «Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.» (Johannes 19,30) Niemand nahm Ihm das Leben, sondern Er liess es selbst (Johannes 10,17-18Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Gewalt, es zu lassen, und habe Gewalt, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen.)! Jesus starb also nicht an den Folgen der Kreuzigung!

4. «Sie brachen ihm die Beine nicht.» (Johannes 19,33)

Ebenfalls besonders an der Kreuzigung von Jesus ist, dass manche Details im Alten Testament viele Jahrhunderte zuvor bereits beschrieben wurden. Beispielsweise, dass seine Beine nicht gebrochen werden würden. Um den Tod der Gekreuzigten zu beschleunigen, wurden ihnen die Unterschenkel gebrochen, damit sie sich zum Atmen nicht mehr aufrichten konnten. So brachen die Soldaten die Beine der beiden Gekreuzigten, die neben Jesus hingen, damit sie noch vor dem Sabbat sterben würden. Als sie jedoch sahen, dass Jesus schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht. Somit erfüllten sich 2. Mose 12,46In einem Haus soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleisch aus dem Haus hinausbringen, und ihr sollt kein Bein an ihm zerbrechen. und Psalm 34,21Er bewahrt alle seine Gebeine, nicht eins von ihnen wird zerbrochen.. Ein anderes Beispiel ist Psalm 22,19: «Sie teilen meine Kleider unter sich, und über mein Gewand werfen sie das Los.» Dies hat sich ebenfalls eins zu eins erfüllt! (Johannes 19,23.24Die Soldaten nun nahmen, als sie Jesus gekreuzigt hatten, seine Kleider und machten vier Teile, jedem Soldaten einen Teil, und das Untergewand. Das Untergewand aber war ohne Naht, von oben an durchgehend gewebt. Da sprachen sie zueinander: Lasst uns dies nicht zerreißen, sondern darum losen, wem es gehören soll – damit die Schrift erfüllt würde, die spricht: „Sie haben meine Kleider unter sich verteilt, und über mein Gewand haben sie das Los geworfen.“ Die Soldaten nun haben dies getan.)

5. Das besondere Begräbnis von Jesus

Üblicherweise wurden Hingerichtete nicht einzeln bestattet, sondern in ein Massengrab geworfen. Vielleicht stammt daher der Name «Golgatha» (Schädelstätte). Wie der Prophet Jesaja prophezeit hatte (Jesaja 53,9Und man hat sein Grab bei Gottlosen bestimmt; aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist.), warf man den Leib Jesu jedoch nicht in ein solches Massengrab, sondern seine Jünger legten ihn fein säuberlich gewaschen und gesalbt in ein Felsengrab, das einem reichen Mann gehörte und wo noch nie ein Toter gelegen hatte. Ein weiterer Punkt, der die Einzigartigkeit des Geschehens an diesem Kreuz vor fast 2000 Jahren unterstreicht!

Die Botschaft vom Kreuz

Die Kreuzigung von Jesus ist also einzigartig in der Geschichte. Aber wusstest du schon, dass Er damals aus Liebe zu dir dort zwischen Himmel und Erde hing? Jesus war bereit, alle diese körperlichen Schmerzen zu ertragen, absolute Finsternis und das Verlassensein von Gott zu erdulden, damit du und ich von der Hölle gerettet werden können! Er ist der Sohn Gottes, der dich geliebt und sich selbst für dich hingegeben hat! (Galater 2,20Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleisch, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.) Willst du weiterhin achtlos an diesem besonderen Kreuz vorüber gehen? Bleibe doch stehen und nimm Jesus heute noch als persönlichen Retter in dein Leben auf!

«Ein Blick zu dem Kreuze im Glauben getan, bringt Leben und ewiges Glück!
Mensch, richte zur Stunde dein Auge dorthin und wende dich ja nicht zurück!»

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