Überarbeitetes Transkript:
Heute lesen wir Kolosser 1,9–14:
„Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, damit ihr erfüllt sein mögt mit der Erkenntnis seines Willens in aller Weisheit und geistlicher Einsicht, um würdig des Herrn zu wandeln zu allem Wohlgefallen, in jedem guten Werk fruchtbringend und wachsend durch die Erkenntnis Gottes, gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden; danksagend dem Vater, der uns fähig gemacht hat zu dem Anteil am Erbe der Heiligen in dem Licht, der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt hat in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben, die Vergebung der Sünden;“
Im letzten Video haben wir gesehen, wofür Paulus Gott danken konnte, nämlich für all das Gute, was Gott in den Kolossern bewirkt hat.
Jetzt geht es darum, wofür Paulus bittet, jedenfalls in den ersten Versen von Vers 9 bis 12. Er bittet zusammengefasst um das geistliche Wachstum der Kolosser.
Was meinen wir damit? Es geht darum, dass sie im Glauben wachsen, zunehmen und dass ihre Beziehung zum Herrn Jesus stärker wird. Das ist Wachstum. So wie auch in einem natürlichen Garten irgendeine Pflanze wächst: Sie wird größer, sie hat tiefere Wurzeln und so weiter. So geht es auch darum, dass wir in unserem geistlichen Leben, in unserem Glaubensleben, wachsen, dass eben unsere Verbindung zu Jesus Christus in unserem Alltag stärker wird.
Und deshalb bittet er zuerst, dass sie erfüllt sein mögen mit der Erkenntnis seines Willens. Das heißt, dass sie den Willen Gottes für ihr Leben verstehen können, und zwar in aller Weisheit und geistlicher Einsicht. Also eben nicht menschliche, intellektuelle Einsicht und Gedanken, sondern eine göttliche Weisheit und eine geistliche Einsicht, damit man weiß, was der Wille Gottes ist.
Das lernen wir in der Bibel, aber auch, damit wir dann wissen, wie wir diesen Willen Gottes im Alltag umsetzen können.
Und dann kommt in Vers 10a das große Ziel: „um würdig des Herrn zu wandeln“. Es geht darum, nicht nur den Willen Gottes zu kennen, sondern dass wir wirklich in unserem Wandel, das heißt in unserem ganzen Leben, 24/7 so leben, wie es dem Herrn Jesus gefällt.
Er wird hier Herr genannt. Das ist der, der Autorität hat über unser Leben, der bestimmen kann. Und unser Leben sollte so sein, dass es für ihn ist, dass es ihm gefällt, dass es seiner würdig ist, dass es zu ihm passt.
Das ist wie in einer Firma: Wenn ich da arbeite, kann ich einfach meinen Job tun. Aber ich kann auch immer überlegen: Wie passt es zu meinem Chef? Findet er das gut, was ich jetzt mache? Und so ist es auch in unserem Glaubensleben, dass wir uns fragen: Stimmt unser Leben mit der Person des Herrn Jesus überein?
Und dann heißt es auch noch, dass wir in jedem guten Werk Frucht bringen. Dass wir Werke tun, die gut sind für die Menschen, aber die auch Frucht bringen für Gott. Und Frucht heißt, dass Gott etwas sehen kann in unserem Leben, das eben ihm gefällt, etwas, das er genießen kann, und dass das, was wir für die Menschen tun, auch zur Ehre Gottes ist.
Und dass wir das tun, „gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit“. Wir schaffen das nicht aus uns selbst. Da können wir uns noch so anstrengen, das kriegen wir nicht hin. Wir brauchen die Kraft unseres Herrn Jesus Christus, dass er uns diese geistliche Kraft gibt. Es ist ja keine körperliche Kraft, dass wir in den Muskeln stärker werden, sondern dass wir im Glauben stärker werden, damit wir eben dann unser Leben zu seiner Ehre führen können.
„Zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden.“ Dass auch dann, wenn es schwierig ist, wir durchhalten können. Auch dann, wenn wir vielleicht manchmal mit schwierigen Personen konfrontiert sind, dass wir trotzdem weitermachen und zu seiner Ehre leben – und das noch mit Freuden, wie es hier steht.
Da kommt ein weiterer Punkt in Vers 12: dass wir Dank sagen. Und wem? Dem Vater.
Wenn wir an den Herrn Jesus geglaubt haben, dann ist Gott unser Vater geworden und wir dürfen ihm danken.
Wofür? Dass er uns fähig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht.
Das ist ein etwas komplizierter Satz. Gott ist Licht und er wohnt in dem Licht. Und als Sünder, als solche, die Böses getan haben, können wir nicht in das Licht Gottes kommen. Erst durch den Glauben an Jesus und an seinen Tod können wir zu Gott kommen.
Und das ist dieser Anteil, den wir jetzt haben. Wir sind, mit anderen Worten, passend gemacht, um jetzt vor Gott zu stehen, bei ihm zu sein, im Licht.
Und das wird unsere Zukunft sein als gläubige Christen, dass wir einmal im Haus des Vaters sein dürfen. Da, wo Gott zu Hause ist, da dürfen wir einmal die Ewigkeit verbringen.
Möchten wir nicht mehr dafür dem Vater, unserem Gott, Danke sagen?
Und dann kommt noch in Vers 13 der Gedanke, dass Gott uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis. Das heißt, dass wir als Sünder dem Teufel angehörten und seinem Reich. Aber dass Gott uns jetzt daraus herausgerettet hat und dass wir jetzt versetzt worden sind in das Reich des Sohnes seiner Liebe.
Das ist der Sohn Gottes, der Herr Jesus. Und wir sind als Gläubige in sein Reich versetzt worden.
Und das ist so schön. Wir gehören jetzt nicht mehr dem Teufel an, sondern wir gehören jetzt dem Sohn Gottes an. Und er wird hier genannt: „der Sohn seiner Liebe“. Das heißt, der Sohn der Liebe des Vaters, der Sohn Gottes.
Und wir dürfen etwas davon wissen, von dieser engen Beziehung, die der Sohn Gottes zu seinem Gott und Vater hat.
Und die Grundlage dafür ist, dass Jesus Christus am Kreuz gestorben ist. In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.
Das Zweite ist vielleicht ein bisschen einfacher zu verstehen: Wir haben gesündigt, und wenn wir das eingesehen und vor Gott bereut haben, dann vergibt uns Gott. Das ist die Vergebung der Sünden. Dann wäscht er uns die Sünden weg. Dann ist die Schuld weg.
Aber eben: Wir haben auch noch die Erlösung. Erlösung hat damit zu tun, dass wir befreit worden sind, eben aus dieser Herrschaft des Teufels. Daraus sind wir befreit worden, weil jemand das Lösegeld bezahlt, uns freigekauft hat.
Das ist diese Erlösung. Weil er am Kreuz auf Golgatha gestorben ist, sind wir jetzt befreit aus der Macht Satans und gehören jetzt dem Herrn Jesus an.
Das sind alles so große, wunderbare Dinge, über die wir nur staunen können und für die wir einfach danken können, dass Jesus Christus am Kreuz gestorben ist.
Und wir können auch dem Vater danken, dass wir jetzt dieses neue göttliche Leben haben können, in dem wir diese Gemeinschaft mit Gott genießen können.
Danke heute noch Gott dafür!