#02 Glaube, Liebe, Hoffnung | Kolosserbrief 1, 3-8

Wofür konnte Paulus Gott danken, obwohl er die Kolosser nicht persönlich kannte? Ihr Glaube, ihre Liebe und ihre Hoffnung zeigen, was das Evangelium im Leben eines Menschen bewirken kann.

Überarbeitetes Transkript:

Herzlich willkommen zu diesem zweiten Video über den Kolosserbrief.

Ich lese jetzt Kolosser 1, ab Vers 3:

„Wir danken dem Gott ⌜und⌝ Vater unseres Herrn Jesus Christus allezeit, indem wir für euch beten, nachdem wir gehört haben von eurem Glauben an Christus Jesus und der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, wegen der Hoffnung, die für euch aufgehoben ist in den Himmeln, von der ihr zuvor gehört habt in dem Wort der Wahrheit des Evangeliums, das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt fruchtbringend und wachsend ist, wie auch unter euch, von dem Tag an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt; so wie ihr gelernt habt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist, der uns auch eure Liebe im Geist kundgetan hat.“

Paulus beginnt jetzt diesen Brief mit dem, wofür er Gott in Bezug auf die Kolosser dankt. Das ist sehr schön. Er dankt für das Gute, das er bei den Kolossern sieht. Das ist etwas, das auch du tun kannst: Wenn du Gutes bei anderen Gläubigen siehst, dann kannst du Gott dafür danken.

Und er dankt einerseits für ihren Glauben an Christus Jesus, wie es in Vers 4 heißt. Das heißt, er dankt Gott für die Glaubensbeziehung, die sie zu Jesus Christus täglich pflegen, und für das Vertrauen, das sie in ihn setzen.

Dann dankt er Gott auch für die Liebe, die sie zu allen Heiligen haben – eine Liebe, die allen Gläubigen gilt.

Möchten wir das nicht auch in unserem Leben haben? Dass wir einerseits diese Glaubensbeziehung zu Jesus Christus pflegen – das geht nach oben, vertikal –, aber andererseits auch diese Liebe zu allen Gläubigen haben – horizontal – und dass wir auch sie pflegen.

Dann aber kommt der Hauptpunkt in Vers 5: Er dankt „wegen der Hoffnung, die für euch aufgehoben ist in den Himmeln“. Er dankt, weil die Kolosser eine Hoffnung haben, die im Himmel aufbewahrt ist.

Und wenn du an den Herrn Jesus geglaubt hast, hast auch du diese Hoffnung auf den Himmel. Dorthin darfst du dein Herz und deine Augen richten, weil das Größte im Himmel ist. Das werden wir sehen: Diese Ausrichtung auf den Himmel kommt im Kolosserbrief immer wieder vor.

Und er sagt hier: „von der ihr zuvor gehört habt in dem Wort der Wahrheit des Evangeliums“. Das heißt, sie haben durch das Evangelium von dieser Hoffnung gehört, die sie jetzt haben dürfen.

Das Wort Evangelium heißt „gute Botschaft“. Was wir hier im Neuen Testament, im zweiten Teil der Bibel, lesen, ist eine gute Botschaft für die Menschen: Menschen können an den Herrn Jesus und an das glauben, was er am Kreuz auf Golgatha getan hat, und so errettet werden.

Und dieses Evangelium steht in dem Wort der Wahrheit. Das heißt, alles, was wir hier in der Bibel lesen – und besonders jetzt hier im Neuen Testament, im zweiten Teil –, ist dieses Wort der Wahrheit.

Ist das nicht etwas Großes? Darin sind keine Fake News, sondern es ist die Wahrheit, die ewig gültig ist. Ist das nicht Motivation, die Bibel wirklich zu erforschen?

Weiter steht dann auch: Das Evangelium ist zu euch gekommen, „wie es auch in der ganzen Welt fruchtbringend und wachsend ist“. Diese gute Botschaft der Rettung wird in der ganzen Welt verkündigt. So wächst sie.

Ist es nicht etwas Großes, dass diese gute Botschaft für jeden Menschen ist, egal, wo er lebt? Für jeden Menschen gilt: Du kannst an Jesus glauben, und dann wirst du errettet werden.

Und dann sagt er auch noch: „da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt“. Das heißt, sie haben durch das Evangelium die Gnade Gottes wirklich und aufrichtig kennengelernt.

Sie haben erkannt, was Gott gibt, obwohl wir es nicht verdient haben: Gottes liebevolle Zuwendung zu uns Menschen. Das durften wir bei der Bekehrung kennenlernen, und wir dürfen auch immer mehr erkennen, wie gnädig Gott ist.

All das durften die Kolosser von Epaphras lernen. Er war offenbar in Kolossä und hat ihnen diese gute Botschaft mitgeteilt. So durften sie von der Gnade Gottes und von diesem Wort der Wahrheit erfahren.

Und er wird hier „ein treuer Diener des Christus“ genannt. Er hat dem Herrn Jesus Christus gedient und war gleichzeitig auch ein geliebter Mitknecht. Er tat diesen Dienst zusammen mit anderen Gläubigen und wurde von ihnen geliebt.

Gleichzeitig steht in Vers 8 noch, dass er Paulus die Liebe der Kolosser kundgetan hat. Von dieser Liebe im Geist, das heißt im Heiligen Geist, dieser Liebe, die sie zu allen Heiligen hatten, hat Paulus gehört. Deshalb konnte er in Vers 4 Gott auch dafür danken.

Ja, Paulus dankt für die Kolosser. Das möchten auch wir tun: Danke sagen für das, was Gott uns im Evangelium gegeben hat, aber auch Gott für das Gute danken, das er in anderen Gläubigen gewirkt hat.

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