#01 Christus – mehr als alles andere | Kolosserbrief 1, 1-2

Was kennzeichnet einen Heiligen, und welche besondere Botschaft hat der Kolosserbrief für uns? Paulus richtet den Blick auf die Größe von Jesus Christus, damit alles andere seinen Reiz verliert.

Überarbeitetes Transkript:

Herzlich willkommen zu dieser Videoserie über den Kolosserbrief.

Diese Serie richtet sich an dich, wenn du den Kolosserbrief vielleicht noch nicht so oft gelesen hast, vielleicht sogar zum ersten Mal. Denn ich möchte einfach ein paar einfache Gedanken über die einzelnen Verse in diesem Brief sagen.

Wir beginnen gerade mit den ersten beiden Versen. Ich lese vor, Kolosser 1, ab Vers 1:

„Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder, den heiligen und treuen Brüdern in Christus, die in Kolossä sind: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“

Wir lesen in diesen Versen, dass Paulus den Brief geschrieben hat und auch Timotheus. Und dieser Brief richtet sich an die Gläubigen in Kolossä. Kolossä lag im Westen der heutigen Türkei.

Und er nennt die Gläubigen dort die heiligen und treuen Brüder. Wenn er an die Brüder schreibt, dann sind auch die Schwestern im Glauben eingeschlossen. Er nennt sie hier die Heiligen und Treuen.

Heilige, das ist nicht irgendeine spezielle Klasse von Gläubigen, sondern jeder ist ein Heiliger, wenn er an den Herrn Jesus geglaubt hat, wenn er an seinen Tod geglaubt hat und weiß: Jesus ist für mich und meine Sünden gestorben. Denn ein solcher bekommt den Heiligen Geist und wird dadurch geheiligt und ist dann eben ein Heiliger.

Das hat also nichts damit zu tun, dass man irgendetwas Großartiges erlebt oder getan hat, sondern wirklich eben einfach durch den Glauben an den Herrn Jesus. Hast du schon an den Herrn Jesus geglaubt? Wenn ja, dann bist auch du ein Heiliger.

Und treu – das hat mehr mit dem Alltag zu tun, ob ich im täglichen Leben auch Gott treu bin, indem ich seinen Willen tue und indem ich zu seiner Ehre lebe.

Er wünscht zu Beginn den Gläubigen Gnade und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Das Wort Gnade meint das, was Gott uns gibt, was wir eben nicht verdient haben. Und Friede brauchen wir für unser Herz, das so schnell in Unruhe ist. Und deshalb brauchen wir diesen göttlichen Frieden.

Jetzt möchte ich kurz noch erklären, was ein bisschen der Hauptgedanke in diesem Brief ist. Dazu lese ich noch Kolosser 2,8:

„Gebt acht, dass nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführt durch die Philosophie und durch eitlen Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt, und nicht nach Christus.“

Die Gefahr für die Kolosser war also, dass sie sich zu stark für die Philosophie der Menschen interessierten, also für die Gedanken der Philosophen: was sie über den Sinn des Lebens, über die Menschen und über Gott denken. Und auch, dass sie sich zu stark für die religiösen Traditionen interessieren würden, besonders hier auch für das Judentum.

Und deshalb sagte er, dass sie achtgeben sollen, weil eben diese Dinge von Jesus Christus wegziehen. Und deshalb stellt er auch Christus vor.

Er sagt in Kolosser 1, Vers 27 am Schluss:

„Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“.

Er zeigt also, dass sie etwas viel Besseres haben, viel mehr haben in Jesus Christus. Und deshalb stellt er auch gerade in Kapitel 1 zuerst einmal die Größe von Jesus Christus vor: wer er ist und auch, was er getan hat. Und damit unsere Herzen gepackt werden von der Größe seiner Person und wir dann automatisch alles andere fallen lassen.

Wir haben kleine Kinder zu Hause, und die haben schon mal einen gefährlichen Gegenstand in der Hand. Ich könnte den einfach versuchen wegzureißen, was aber sehr gefährlich sein kann, wenn es gerade so ein Messer ist oder so. Und dann ist es viel einfacher und besser, wenn ich ihnen einfach ein gutes Spielzeug in die Hand gebe. Dann lassen sie den gefährlichen Gegenstand einfach fallen und nehmen das Spielzeug in die Hand.

Und so ein bisschen ähnlich macht es hier der Apostel Paulus. Er zeigt uns, wie groß und herrlich Jesus Christus ist, damit wir uns dann automatisch nicht mehr so stark für die Philosophie und die religiösen Traditionen interessieren.

Also, du kannst jetzt in diesem Brief in einer ganz besonderen Weise den Herrn Jesus kennenlernen. Und darauf kannst du dich freuen.

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